Warning: Parameter 1 to wp_default_scripts() expected to be a reference, value given in /home/starwayblo/domains/mateuszgrzesiak.de/public_html/wp-includes/plugin.php on line 601
Elf Techniken der freundlichen Kommunikation - Mateusz Grzesiak Blog
Warning: Parameter 1 to wp_default_styles() expected to be a reference, value given in /home/starwayblo/domains/mateuszgrzesiak.de/public_html/wp-includes/plugin.php on line 601

Elf Techniken der freundlichen Kommunikation

Fotolia_71491531_Subscription_Monthly_M-800x533

Du bittest den Mitarbeiter um etwas, was für Dich klar ist, wie die Worte, die Du gerade liest. Du sagst es ihm zwei mal um ganz sicher zu gehen, sodass es absolut keine Zweifel gibt. Du gehst davon aus, dass es unmöglich ist das nicht zu verstehen, es ist doch bloß eine Frage der Durchführung.

Du weißt ganz genau was Du gleich lesen wirst? Klar weißt Du das. Du hast das hunderte von Malen durchgemacht und das nicht nur mit den Mitarbeitern, auch mit der Frau, den Kindern und Bekannten. Sie haben es nicht verstanden. Sie haben es anders gemacht als Du wolltest, oder sie haben gar nichts gemacht. Welcher Grund auch immer genannt wurde, es ändert nichts an dem einfachen Fakt, dass das erwartete Resultat fehlt. Es frustriert Dich die Qualität eurer Beziehung und Du überlegst was Du das nächste Mal besser machen kannst.

 

Die elf folgenden Techniken werden Dir helfen

 

  1. Sprich eindeutig

 

Wenn das, was du sagst mehrdeutig ist (die Aussage „das Fenster schließen“ ist eindeutig, aber „Beziehungen verbessern“ nicht), gehst Du das Risiko ein, dass Deine Aussage anders verstanden wird, als Du das geplant hast. Ein häufig begangener Fehler ist, wenn der Chef zum Mitarbeiter sagt: „Mach es vernünftig“ und der Mitarbeiter das „Vernünftig“ anders als sein Chef versteht. Anstatt dessen hätte er sagen sollen: „Erreiche mit dem Kunden X, die geplanten Ergebnisse über die wir gesprochen haben.“

 

  1. Gebe durchführbare Anweisungen

 

Wenn das worüber Du sprichst nicht durchführbar ist, ist das unpräzise Kommunikation, in deren Folge Missverständnisse entstehen. Ein Elternteil sagt zum Kind: „Sei brav“, nicht genug, dass das Gesagte mehrdeutig ist (das Wort „brav“), hinzu kommt noch die Benutzung der Verbs „sein“, das nicht durchführbar ist. Du kannst etwas aufheben (z.B. Schlüssel), etwas trinken (z.B. Wasser), aber Du kannst nicht „sein“, ähnlich wie Du nicht vergessen kannst (die Anweisung „vergiss die Zahl Vier“ ist nicht durchführbar). Das Elternteil sollte sagen: „Sprich leiser“ (wenn es das ist, was er mit „Sei brav“ meint).

 

  1. Demonstriere es

 

Wenn das, worum Du bittest, von Dir nicht zu demonstrieren ist, wird der Gegenüber wahrscheinlich nicht in der Lage sein zu erraten was Du meinst. Zeig es! Wenn der Mann zur Ehefrau sagt: „Liebe mich“, sollte er  das verbal und nonverbal ausdrücken (z.B. die Frau umarmen und ihr zart: „Ich liebe Dich“ ins Ohr flüstern). Jede komplette Aussage sollte nach Möglichkeit Worte und eine Demonstration beinhalten.

 

  1. Sprich über die Zukunft

 

Du bist nicht in der Lage die Vergangenheit zu verändern und ständige Vorwürfe darüber enden in gestiegener Frustration. Dafür hast Du einen Einfluss auf die Zukunft. Wenn Du jemandem Feedback gibst, sprich immer darüber, was beim nächsten mal besser gemacht werden kann. Anstatt zu sagen: „Du hast das schlecht gemacht“, sage: „Das nächste mal, wenn Du das machst, achte darauf, dass… (füge hier eine konkrete Aussage, die die Kriterien der präzisen Kommunikation erfüllt ein).“

 

 

  1. Gebe konkrete Beispiele

 

Das Gehirn wird sich nicht an Informationen erinnern, die in einer abstrakten oder theoretischen Aussage stecken, verstärke also Deine Aussage mit Beispielen mit denen sich dein Gesprächspartner identifizieren kann. Anstatt nur zu sagen: „Präzise Kommunikation ist wichtig“, sage: „Erinnerst Du Dich, wie Du letzten Freitag mit Schmidt gesprochen und ihm gesagt hast, was, wo, wann und mit wem konkret passieren wird? Genau das bedeutet, dass du präzise kommuniziert hast.“

 

  1. Vermeide Substantivierungen

 

Substantivierungen sind Substantive, die von abstrakten Verben (z.b. Kommunikation), oder Adjektiven (z.B. Güte) abgeleitet werden. Sie können nicht visualisiert werden, sind unkonkret und führen zu missverständlicher Kommunikation. Sage also nicht: „Gesundheit ist wichtig“, sage: „Laufe drei mal die Woche eine halbe Stunde vor dem Frühstück und Du wirst gesünder sein.“ Sage nicht: „Unsere Beziehung entwickelt sich“, sage: „Gestern, als Du mir Blumen mitgebracht hast, habe ich mich glücklich gefühlt und habe gemerkt, dass ich Dir wichtig bin.“ Beispiele für Substantivierung: Freude, Unsicherheit, Kommunikation, Stärke, Glaube, Schönheit, Motivation, usw.

 

  1. Vermeide doppelte Böden

 

„Schatz, bist Du sicher, dass Du dieses Kleid anziehen willst?“ „Hör zu, neulich habe ich eine ähnliche Suppe gegessen und sie war wirklich gut.“ Die vorangegangenen Sätze sind Beispiele für eine politisierte Kommunikation, in der anstatt zu sagen um was es wirklich geht, die Aussage so verändert wird, dass der Gegenüber die Bedeutung erkennt, sich aber nicht verletzt fühlt. Ein solches Verhalten nährt Misstrauen. Du vermeidest das, indem Du offen sagst, was Sache ist und eventuell schwierige Teile der Aussage durch wärmere Intonation entschärfst. „Schatz, kannst Du Dich an das Kleid erinnern, das Du bei den Schmidts auf der Party getragen hast? Darin siehst Du, meiner Meinung nach besser aus, als in diesem Schwarzen, weil es Deine tolle Figur betont“.

 

  1. Wenn Du eine Frage stellst, erlaube Deinem Gesprächspartner frei zu antworten

 

Nicht jede Frage dient einer Fragestellung, nicht wahr? Ist es nicht so, dass wenn ich eine solche Aussage wie jetzt benutze, ich mir schon meine Meinung gebildet habe und obwohl ich eine Frage stelle, mich die Antwort gar nicht interessiert? Ist das wirklich eine inhaltliche Frage, oder dient sie nur dazu die eigene Meinung zu bestätigen? Wenn Du fragst, erlaube der anderen Person so zu antworten, wie sie es für angebracht hält. Wenn Du die Antwort nicht hören willst, frage nicht.

 

  1. Willst Du recht haben, oder das Problem lösen?

 

Anstatt zu reden, um seine Meinung durchzusetzen, was immer dazu führt, dass es einen Gewinner und einen Verlierer gibt, konzentriere Dich auf die Lösung des Problems und versuche einen für beide Seiten konstruktiven Weg zu finden. Das Durchsetzen seiner Meinung ist ein egozentrischer Weg, der auf individuellem Denken und nicht auf Gruppendenken aufbaut. Das führt zu Feindschaften, also suche, unabhängig davon auf welcher Seite die Wahrheit liegt, nach Lösungen bei denen alle gewinnen.

 

  1. Baue Brücken zwischen Aussagen

 

Wir kennen das alle: Du erzählst eine Geschichte und plötzlich mischt sich jemand im entscheidenden Moment ein und wechselt das Thema. Diesen Mangel an Einfühlungsvermögen legen wir häufig als mangelnden Respekt aus. Um dieses Problem zu vermeiden, baue eine Brücke zwischen den Aussagen: Wenn Du jemanden unterbrechen musst, sage: Deine Geschichte erinnert mich, dass… Oder fasse demjenigen an die Schulter und füge deinen Kommentar ein. Kehre nach Deinem Kommentar zum Gesprächsthema zurück und wiederhole das Letzte was gesagt wurde, z.B.: „Du sprachst über X, als ich dich unterbrochen habe. Bitte sprich weiter, das Thema interessiert mich.“

 

  1. Benutze einfache Sätze

 

Eine Aussage, die mit Hilfe von langen Kettensätzen, also solchen mit mehreren Verbindungswörtern, formuliert ist, ist derart schwierig im Gedächtnis zu behalten, dass Dein Gegenüber, während er dir zuhört, nach einiger Zeit abschaltet und sich nicht an die gesamte Aussage erinnern kann, ähnlich, wie im Fall dieses Satzes.

Benutze also einfache Sätze. Formuliere eine kurze, prägnante Aussage. Fasse Dich kurz. Fang erst anschließend ein neues Thema an. Mache Pausen zwischen den Sätzen. Das erleichtert das Merken. So wie in diesem Beispiel.

No Comments